In einer der schönsten Naturkulissen des Schwarzwaldes findet man die reizende Stadt Gengenbach, die malerisch eingebettet nahe des 875 Meter hohen Mooskopf im Kinzingtal schlummert. Diese kleine Stadt ist mit Abstand eine der schönsten Städte des Schwarzwaldes und zudem eine der ältesten. Denn bereits im 8. Jahrhundert wurde diese von den einstigen Benediktinermönchen gegründet, an die noch heute das Kloster erinnert. Einst über 500 Jahre lang eine Freie Reichsstadt gehört Gengenbach heute zum Ortenaukreis Baden Württemberg und ist die Heimat von über 11,1 Tausend Bewohnern, zu denen auch so manch eine Person der Öffentlichkeit zählt.
Das der kleine Ort so beliebt ist als Heimat dürfte sicherlich neben der einmaligen Natur auch an der malerischen Altstadt liegen, denn hier sieht man die alten Gassen, Fachwerkhäuser und Stadttore aus dem 17. Und 18. Jahrhundert. Gengenbach kann man damit als eine lebendige Kulisse betrachten, in der sich aber die Vorzüge der Gegenwart gekonnt versammelt haben. Doch trotz das man hier eine sehr schön restaurierte Fassade mit modernen Geschäften und Lokalitäten vorfindet, trifft man gerade hier eben auch auf eine Bühne der historischen Zeitzeugen. So sind hier vorrangig die Renaissance Facetten der damaligen Zeit zu erkennen wobei das Rathaus deutlich die Merkmale des damaligen Baustils trägt, der dem klassizistischen Stil zugeordnet werden kann. Mittelpunkt des ansprechenden Marktplatzes ist der historische Brunnen, der von wundervollen Fachwerkbauten geradezu umworben wird. Von diesem zentralen Punkt aus kann man dann auch die Klosterkirche erblicken, die einst im 12. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert vollkommen restauriert wurde. Einzelne Hinterlassenschaften der Rokokozeit schmücken auch heute noch den Altar, wenngleich man hier vorrangig den neuromanischen Stil bewundern kann.
Gengenbach ist zudem im Besitz einer der ältesten Stadtmauern, die auch gegenwärtig noch teilweise erhalten ist. So kann man hier die unterschiedlichsten Tore und Türme entdecken, deren Namen sich auf das Haigeracher Tor, Prälatenturm, Schwedenturm und Niklausturm sowie das Kinzigtor festigen lassen. Die meisten dieser Stadtpforten entstammen dem 14. bis 16. Jahrhundert und wurden im Laufe der Zeit restauriert. Im Verlauf dieser durchaus aufwendigen Erneuerung richtete man im Niklausturm zudem ein Narrenmuseum ein. Dieses ist einen Besuch ebenso wert wie auch das Flößerei- und Verkehrsmuseum sowie das Kunst- und Paramenten Museum, welches man im Mutterhaus der Franziskanerinnen vorfindet.
Sicherlich wird so manchen Besucher die Stadt Gengenbach unverhofft bekannt vorkommen, sofern man einmal aufmerksames Blickes durch die bezaubernde Altstadt wandelt oder auch den nahen Wanderweg erkundet, der einen bezaubernden Blick auf das Örtchen verspricht. Dabei handelt es sich aber keineswegs um einen Irrtum des Betrachters. Denn diese mutmaßliche Vertrautheit der herrlichen Kulisse mit ihren satten Weinbergen und des idyllischen Stadtbildes rührt daher, dass die Stadt Gengenbach als Kulisse für Medienproduktion wie der Schwarzwaldklinik sowie auch dem Kinofilm Charlie und die Schokoladenfabrik als Kulisse diente.
Text von Claudia Schleicher
