Mit nur rund 4000 Einwohnern ist die Stadt Schiltach im mittleren Schwarzwald vielleicht eine der kleineren Ortschaften, aber dafür wartet diese Stadt mit einer traumhaften Altstadtkulisse auf. Daher sollte man dieser Stadt die zwischen Offenburg und Freudenstadt residiert eine ungeteilte Aufmerksamkeit zu Teil werden lassen und sie unbedingt bei einer Rundreise durch den Schwarzwald erkunden.
Einst war die Stadt deren erste Besiedlung man auf das 11. Jahrhundert schätzt, der Hauptort der damaligen Kinzinger Flößer. Von hier aus nutzte man die einmalige Lage des Flusses Schiltach in die Kinzing, um einen regen und gut florierenden Handel zu betreiben. Vermutlich war diese Stadt daher zur damaligen Zeit eine der besser gestellten Gemeinden, wenngleich sie sich auch heute noch einen besonderen Reichtum bewahrt hat. So findet man hier eine Altstadt vor, die in ihrer gesamten Erscheinung unter dem Denkmalschutz steht und daher eine lebendige Kulisse der früheren Zeitrechnung ist. Viele der Gebäude kann man auf das 15. Jahrhundert schätzen, wobei einige sicherlich etwas älter sind. Das Rathaus mit seinen markanten Staffelgiebeln entstammt beispielsweise der frühen Baukunst des 15. Jahrhunderts und ergänzt sich mit den Fachwerkhäusern die ab dem 16. Jahrhundert errichtet wurden. Hier reiht sich ein wundervolles Bauwerk an das nächste und nicht umsonst trägt die mittelalterliche Altstadt Schiltach den Beinamen der deutschen Fachwerkstraße.
In dieser bezaubernden Kulisse findet man dann neben einer sehr schönen Kirchenkunst aus dem 16. Jahrhundert auch einige Museen, die sich in den denkmalgeschützten Häusern niedergelassen haben und unbedingt besichtigt werden sollten. So findet man hier das Museum am Markt, welches die Stadtgeschichte näher erläutert und Einblicke in das damalige Herzogtum sowie de Unterwerfungen gewährt. Zudem ist hier auch das Hansgrohe Museum ansässig, welches sich mit dem Wasser Design und der Kunstgeschichte befasst. Von dort aus gelangt man dann auch in das alte Apothekermuseum, dass einen Besuch mehr als nur mit einem Ausflug in die Welt der Pillen und Co belohnen wird. Denn hier erfährt man einerseits natürlich alles über die alte Kunst der Medikamentenherstellung, aber vor allem lässt es einen Ausflug in das Leben der früheren Bewohner und ihrer Lebenseinstellung zu.
Nach den zahlreichen Besuchsmöglichkeiten der geschlossenen Museumsräume wird so mancher Besucher sicherlich die Natur herbei sehnen. Diese kann man dann bei einem Besuch des Holz- und Waldwirtschaftsmuseums entdecken oder aber man nutzt den sagenumwobenen Mittelweg, der als einer der schönsten Wanderwege des Schwarzwaldes zählt. Von dort aus hat man dann auch einen wundervollen Blick auf die herrliche Stadt Schiltach und ihre bekannte Schlossbergstraße, die so manchen Besucher immer wieder gerne zum Träumen einlädt. Denn die bezaubernde Kulisse dieses Ortes lädt förmlich zum Träumen und Verweilen ein.
Text von Claudia Schleicher
